Liebe Gartenfreunde,

„endlich Frühling!“ dachten wir, und schon ist es gefühlter Sommer und schon wieder fast zu warm für schwere Frühjahrsarbeit, die bei Frost und Regen ja lange liegen blieb. Nun, im Mai wenden wir uns erneut dem Lübecker Landschaftsarchitekten Harry Maasz (1880-1946) zu, unseren Mitgliedern schon durch den Vortrag Frau Prof. Renate Kastorff-Viehmanns und ihren Vortrag „Die Reformbewegung um 1900 und Harry Maasz“ im Januar 2017 bekannt.

Wir treffen uns am

Sonnabend, den 26. Mai 2018, 11 Uhr, 
Haupteingang zum Lübecker Schulgarten, 
An der Falkenwiese/Ecke Wakenitzufer, 23564 Lübeck

Harry Maasz, der sich selbst ausdrücklich als „Gartenkünstler“ sah, beeinflusste die Reformphase zwischen 1900 und 1930 nicht unmaßgeblich und nahm leidenschaftlich an den Diskussionen über den Weg der Gartengestaltung teil. Für ihn, der im Jugendstil groß geworden ist, waren Fülle, Formen, Farben und Düfte wesentlich. Schönes und Nützliches galt es zu vereinen. Maasz und Leberecht Migge waren


die Hoffnungsträger der modernen deutschen Gartenkultur. Der „dekorative“ Garten des 19. Jahrhunderts hatte ausgedient. Die Natur wurde wieder einmal wiederentdeckt. In der Vorstellung der Planer entstand eine Welt, die wieder eins war mit sich, die Natur, Landschaft und Grün in Harmonie mit der Zivilisation brachte.

Der Rostocker Landschaftsarchitekt und Gartenhistoriker Dr. Hannes Rother führt uns durch gärtnerische Zeugnisse des Lübecker Gartengestalters Harry Maasz. Die Führung beginnt am Lübecker Schulgarten, einem öffentlich zugänglicher Botanischen Garten im Lübecker Stadtteil St. Jürgen, der ab 1908 von Maasz' Vorgänger Erwin Barth angelegt und bis 1914 von Maasz vervollständigt wurde. Nach Betreten der Altstadtinsel wird unsere erste Station der Klosterhof des St.-Annen-Museums (St.-Annen-Straße 14) sein, für den Maasz um 1918 einen Entwurf vorlegte. Nicht weit entfernt befindet sich mit der kleinen Anlage am Mühlenteich (Musterbahn, südlich des Doms) von 1912 die vermutlich erste von Maasz in Lübeck realisierte Planung. Wir beschließen unseren Rundgang mit der Besichtigung des Gartens am Museum Behnhaus/Drägerhaus (Königstraße 11) von 1930, der zwar aufgrund von Sanierungsarbeiten durch die Overbeck-Gesellschaft nur teilweise zu besichtigen, aber dennoch sehenswert ist, sowie des Gartens der Gesellschaft zur Beförderung Gemeinnütziger Tätigkeit (Königstraße 5-7) von 1924, einem der noch immer öffentlich zugänglichen schönen Bürgergärten Lübecks.

Unser Rundgang wird ca. 2 Stunden dauern. Im Anschluss besuchen wir den Cottage Garten von Annette Matthiesen in Heilshoop (Hauptstr. 60 23619 Heilshoop), ein „Meisterwerk der Gartenkunst“ schrieb das Stormarner Tageblatt über diesen Garten mit britischem Flair. Der Garten um die alte Dorfschmiede umfasst 2000 qm, die nach britischem Vorbild in unterschiedliche Gartenräume gegliedert und mit original englischem Dekor eingerichtet sind.

Zum Abschluss erholen wir uns von den gewonnenen Eindrücken im Café Landzauber in Heilshoop.

Wenn Sie Lust an der Teilnahme haben, melden Sie sich bitte bis zum Mittwoch, den 23. Mai an unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Mit besten Grüßen 
Ihr Organisationsteam Schleswig-Holstein