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Kurzreise nach Rügen

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Tagesausflug nach Schwansen und Angeln

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Dänemark-Reise der Gartengesell- schaft

 

 

 

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Kurzreise nach Rügen

12. bis 15. September 2016 - ein Reisebericht von Antje Carsten

 

Am Montag, den 12. September, trafen wir uns zu früher Stunde am Dammtor-Bahnhof und nach kurzer Begrüßung ging es los Richtung Rügen. Unser erstes Ziel war die alte Hansestadt Stralsund, wo wir mit Frau Dr. Angela Pfennig, Gartenhistorikerin und Stadtplanerin, eine gartenhistorische Führung durch die Wallanlagen unternahmen. Diese Wallanlagen sind ein interessantes Denkmal einer Stadtbefestigung mit landschaftsparkartiger Gestaltung des 19. Jahrhunderts. Wir erfuhren einiges von den Schwierigkeiten, selbst in so einer viel besuchten alten Hansestadt, Mittel für Planung und Erhaltung der gartenhistorischen Anlagen bereitgestellt zu bekommen und von der schwierigen Koordinierung der Interessengruppen. Die fast rundherum von Wasser umgebene Altstadt mit den Wallanlagen ist seit 2002 UNESCO-Welterbe, Historische Altstädte Stralsund und Wismar. Bei einem kurzen Gang durch die sehenswerte Altstadt besichtigten wir die große Marienkirche.

 

Über die große Strelasundbrücke ging es dann weiter auf die Insel Rügen und eine Nebenstrecke mit wunderschönen Alleen entlang nach Sellin, zum Hotel. Sellin ist bekannt für seine prächtigen Häuser aus der Ursprungszeit der Bäderarchitektur (unser Hotel!) und für seine 400 Meter lange Seebrücke, zu der man nur über eine 

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Tagesausflug nach Schwansen und Angeln

23. Juli 2016

Erste Station: Gut Ludwigsburg auf der Halbinsel Schwansen nahe Eckernförde. Das Torhaus von 1560 sowie das eindrucksvolle, wieder von Wasser umgebene barocke Herrenhaus  (über Jahrhunderte von adligen Familien geführt)  ist jetzt in der Hand eines Fachmannes in Sachen Landwirtschaft und das tut dem Anwesen und auch dem Gebäude gut. Herr Carl hat hier schon viel vor dem Verfall bewahrt und eine vielseitige Nutzung ermöglicht  ---  ohne große finanzielle Unterstützung durch staatliche Stellen. Über die Landesgrenzen bekannt ist die Bunte Kammer, ein mit 145 kleinen Darstellungen von Sinnsprüchen getäfelter Raum des Hauses. Rein handwerklich hat mich die eichene Treppenanlage des Treppenhauses beeindruckt: kein Knarren, Quietschen, keine Beschädigung der breiten, tiefen Stufen  ---  Sind die Flüchtlinge nach 1945 zu ihren Zimmern geflogen?! In einem Zimmer hat man die Kopie einer chinesischen Tapete freigelegt, die in herrlichen Farben Bilder aus Arabien zeigt. Wunderschön! Solch´ akustisch deutliche, informative und kritische, dabei humorvoll-kurzweilige Führung erlebt man selten! Hut ab, Herr Carl!

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Dänemark-Reise der Gartengesellschaft im Juni 2016

Bewusste Unschärfe

Von Susanne Mayer

 

Jeder Menge historischer Christians, noch mehr Frederiks (dekoriert mit könglichen IV oder  II oder III oder V), ein Hauch von Königin Margarete und zu Midsommer makellose Variationen von Grau auf der spiegelglatten Ostsee – einiges hatte man erwartet, ja sich erhofft von einer Dänemark Garten-Reise im Juni. Ganz erstaunlich war dann aber dies: dass es Tag für Tag neu erfundene Gärten gab, historische Gärten, die verblichen waren und wiederbelebt wurden, mit frisch gepflanzten oder beschnittenen alten Alleen, neu erfundenen Pflanzungen, auch zu bewundern avantgardistische, urbane Gartentypen, nicht zuletzt alte Pflanzensorten, die neu entdeckt wurden, etwa wundervollste Geranium Züchtungen, Gräser, Pflanzenkombinationen. Neues Irgendwas und überall!

 

Gerade noch war man auf der Insel Mon durch das wilde Tal gewandert, in dem ein Kammerherr namens Antoine de la Calmette in den letzten Jahrzehnten des 18. Jahrhunderts seiner Rousseau Naturmystik gehuldigt hatte – auf Liselund, mit Strohdachhäuschen und zierlichem Wasserfall,  dann stand man in Kopenhagens Innenstadt auf einer weißschimmernden Betondüne, mit der das Landschaftsarchitekturbüro SLA die gläserne Filiale der schwedischen Großbank so avantgardistisch wie ökologisch korrekt begrünt hatte, inkl. Regenwasserrückgewinnung. Die Bank, hieß es listig, hatte sich nach dem globalen Finanzdesaster von 2008 eine Öffnung zum Bürger hin gewünscht, vermutlich aber nicht vorhergesehen, dass diese in Gestalt zahlreicher Skateboard Freaks erscheinen könnten, welche nun verwegen dröhnend den als schlingernde Serpentine angelegten Hanggarten nutzen und mit Tempo um vielfältigste Baum- und Gräsergruppen kurven.

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