ziele

Karla Krieger

Krieger SWKarla Krieger entstammt einem gartenbegeisterten Elternhaus. Die Eltern gründeten das Krieger GewächshausCenter in Herdecke und der Vater probierte alles aus, was sich unter Glas und im Garten anbauen ließ.

„Mich samstags mit Freunden verabreden durfte ich erst, wenn ich eine neue Lieferung von Stauden in die Erde unseres neu angelegten Gartens gebracht hatte. So lernte ich - zunächst ganz unfreiwillig- viel über das praktische Gärtnern.

Nach der Schulzeit absolvierte Karla Krieger eine praktische Ausbildung in einer Werksgärtnerei und erhielt dort Einblick in die Kultur unterschiedlichster Pflanzenarten. Anschließend studierte sie Germanistik, Philosophie, Architektur und Denkmalpflege und arbeitete viele Jahre am Institut für Baugeschichte & Denkmalpflege an der TH Köln. In Köln lernte sie die von englischer Gartenkultur inspirierten richtungsweisenden Arbeiten des ehemaligen Kölner Gartendirektors Fritz Encke (1861-1931) kennen und veröffentlichte im Jahr 2009 zusammen mit Petra Sophia Zimmermann ein Buch über die Kölner Grünanlagen. Sie schreibt, wenn es die Zeit erlaubt, Artikel und hält Vorträge zu Themen der Gartenkultur.

„Spannend finde ich besonders auch die sozialen und politischen Aspekte von Parks und Gärten und die Frage, inwieweit sie als Spiegel gesellschaftlicher Zustände dienen. Großes Unbehagen bereitet mir aktuell das Phänomen der s.g. „Schottergärten“, die seit einigen Jahren ganze Straßenzüge veröden. Solche „Gärten“ sind für mich materialisierte Depressionen und spiegeln ein beängstigendes Bild unserer Gesellschaft. Selbstverständlich, dass dieses Phänomen auch in der Gartengesellschaft rege diskutiert und in Veranstaltungen thematisiert wurde."

"Gartenkultur wächst nicht von selbst. Man muss manchmal das Wort erheben oder den Spaten in die Hand nehmen, um offensichtliche Missständen im Umgang mit zeitgenössischen und historischen Gärten anzugehen. Manchmal fehlt aber auch einfach nur das Wissen darüber wie man Gärten anlegt und pflegt. Hier kann die Gartengesellschaft mit ihren vielen Veranstaltungen gegensteuern und zeigen, wieviel Spaß und Genuss Gärten in unserem durchorganisierten und durchdigitalisierten Leben bieten und wie wenig Pflege sie bei geschickter Anlage benötigen. Deutlich weniger auf jeden Fall als jene angeblich pflegeleichten Schotterwüsten."

Karla Krieger war bereits im Zweig NRW der Gartengesellschaft aktiv. Vor einiger Zeit verschlug es sie beruflich nach Paderborn und so liegt es nahe, sich nun im Orgateam des Zweiges OWL einzubringen.

„An der Gartengesellschaft schätze ich besonders auch die persönlichen Begegnungen mit den vielen gartenbegeisterten Menschen, die aus so unterschiedlichen Richtungen etwas zum Thema beitragen. Und auch das schlichte Genießen von wunderschönen Gärten im Rahmen der Gartenbesuche und der anschließende Austausch bei Kaffee und Kuchen – das macht einfach nur Spaß.“ 

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