SemperoperDie diesjährige Jahrestagung führte uns nach Dresden. Obwohl es dort keinen Zweig gibt, haben sich Frau Dr. Wiedemann und Frau Lücke auf den Weg gemacht und ein buntes Programm zusammengestellt. Aufgrund von Corona wurde am Freitagabend kein gemeinsames Essen vorgeschlagen. Manche nutzten den Abend, um in die Semperoper zu gehen, und andere trafen sich aus den Zweigen in unterschiedlichen Restaurants, um sich vorab auszutauschen. Samstag früh wurden mehrere Exkursionen angeboten. Aufgrund unserer späten Anmeldung blieb nur noch die Porzellanausstellung im Zwinger, die Ausgrabung im Zwinger und die Schlossumgebung. Es waren jeweils 1/2-stündige Führungen und im Nachhinein war es die richtige Auswahl. Alle Führungen waren sehr interessant und kurzweilig.

ZwingerSehr beeindruckend war die Ausgrabung, da es wohl schon zu den Anfängen im Zwinger eine Gartenanlage gab, die ganz anders aussah als wir diese kennen. Aufgrund der Strukturen die man auf dem Boden sah konnte man frühe Beete erkennen. Allerdings ist über die Bepflanzung nichts bekannt. Es war aber auch für die Archäologen eine Überraschung, da das Areal später als Reit- und Marschierplatz genutzt wurde. Am Schloss wurden uns auf alten Stichen gezeigt, wie die Gartenanlagen des Schlosses einmal ausgesehen haben. Denn auch Fürsten hatten Freizeit - und so sammelte Kurfürst August von Sachsen (1526-1586) und seine Gattin Anna (1532-1585) bei der Gartenarbeit neue Kraft für ihre Aufgaben.  In der Rüstkammer gibt es eine Ausstellung der genutzten Gartengeräte. Mit diesem neuen Wissen ging es zurück zum Hygienemuseum, wo nach einer Stärkung die Jahrestagung begann. In einem sehr interessanten Vortrag wurden uns diverse Gärten in Sachsen vorgestellt. Ich denke wir werden jetzt häufiger mal in die Richtung fahren.

Nach der Kaffeepause wurde der alte Vorstand verabschiedet und der neue Vorstand gewählt und die Zweige stellten Ihr Jahresprogramm vor. Wie immer gab es ein buntes Programm in den Zweigen. Aufgrund des Lockdowns wurden teilweise die Vorträge in den Zweigen als Zoommeetings durchgeführt, die unterschiedlich gut angenommen wurden. Abends gab es ein geselliges Beisammensein im Carola-Schlösschen am Carolasee. Auch hier hatten die Planerinnen an Alles gedacht, es wurde sogar ein Shuttle-Service angeboten.

WackerbaarthSonntag früh ging es wieder zu unterschiedlichen Exkursionen. Die von uns gewählte brachte uns nach Großsedlitz und Schloss Weesenstein. In Großsedlitz erwartete uns Graf Wackerbarth, um uns seinen ehemaligen Garten, der leider unvollendet ist, zu zeigen.

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Denn 1723 kaufte August der Starke den Garten, es wurde zwar noch weitergebaut, aber nicht vollendet, denn irgendwann verlor August der Starke das Interesse. In den Orangerien überwinterten teilweise bis zu 1250 Orangenbäume.

 

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Danach ging es zum Schloss Weesenstein. Der Garten, der uns dort erwartete, geht wahrscheinlich auf den Gestaltungswillen der Familie von Uckermann zurück die das Anwesen 1772 erwarb. Er wurde durch die verschiedenen Besitzer immer wieder umgestaltet und auch die Größe des Gartens ist nicht mehr die Originalgröße.

 

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Mit vielen neuen Eindrücken brachte uns der Bus wieder nach Dresden zurück. Es waren 2 wundervolle Tage mit interessanten Exkursionen, kompetenten Führern und auch das Wetter war uns hold. Einen herzlichen Dank an die beiden Organisatorinnen.

Kerstin Oelkers